Ermutigung

Das Gesicht von so manch einer Gemeinde hat sich in den letzten Jahren geändert. Gemeinden wurden bunter und vielfältiger. Viele Zugewanderte haben in ihnen eine neue geistige Heimat gefunden und damit internationalen Flair mitgebracht. Unzählige Ehren- und Hauptamtliche haben sich bemüht, Beziehungen zu bauen und hilfreich zur Seite zu stehen, wo das Sprachverständnis noch nicht ausreichte oder der Behörden-Dschungel zu dicht wurde.

Damit das Zusammenwachsen zu einer Gemeinde gelingen kann, braucht es aber mehr als Sprachkenntnis und mündlich ausgesprochene Einladungen. Nötig sind Begegnungsräume, gemeinsames Tun, der Wunsch, sich aufeinander einzulassen, und die Möglichkeit zu echter Mitbestimmung.

In den letzten Monaten ist ein ökumenisches Netzwerk „Gemeinde auf Augenhöhe“ entstanden, in dem internationale Gemeinden ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung setzen. In der „Landkarte der Ermutigung“ sind die Gemeinden abgebildet.

Diese Landkarte möchte Kirchengemeinden Mut machen, sich interkulturell zu öffnen: Gemeinden von Einheimischen beziehen Zugewanderte auf Augenhöhe mit ein. Gemeinden von Migranten beteiligen Gemeindeglieder aus der deutschen Mehrheitsgesellschaft. Interkulturelle Gemeinden erkennt man an der Mischung von Gemeindeleitung und Mitarbeitenden und ihrer kulturellen und sprachlichen Sensibilität.

Aus Sachsen ist bislang eine Gemeinde auf der Landkarte der Ermutigung abgebildet. Es ist die Luthergemeinde in Zwickau. Von ihrem Werdegang zu einer internationalen Gemeinde schreibt in diesem monatlichen Impuls Andreas Körnich, der die Gemeinde leitet.
Gibt es hier in Sachsen noch weitere Gemeinden auf Augenhöhe?

Bleiben Sie behütet,

Kerstin Göpfert
Referentin für den Ökumenischen Weg

Wie geht eine „Gemeinde auf Augenhöhe“? – das Beispiel „LuthergemeindeZwickau“

 

Die Lutherkirchgemeinde Zwickau ist ein Modellprojekt der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens. Im Jahr 2011 gründete sich die bestehende Kirchgemeinde nochmals neu. Zu dieser Zeit kamen nur noch durchschnittlich 15 Besucher in den Gottesdienst, der auch nicht mehr regelmäßig stattfand. Es gab „nur“ noch einen Seniorenkreis und einen Gebetskreis, der jahrelang für einen Aufbruch betete. Nach dem Church-Planting-Prinzip („Aufpfropfung“) der anglikanischen Kirche wurde auf eine „tote“ Gemeinde eine neue Gemeinde „aufgepfropft“. Nach langer konzeptioneller Vorarbeit konnte das Modellprojekt im Jahr 2011 starten. Grundlage für die gemeinsame Arbeit der Projektgruppe, die von einem hauptamtlichen Pfarrer begleitet wurde, mit den „übriggebliebenen“ Gemeindegliedern war die Erarbeitung von gemeinsamen Leitlinien für die Gemeindearbeit. Dann ging es Stück für Stück an die Umgestaltung des Gemeindelebens nach der Modellkonzeption.

Im Jahr 2012 fanden über eine persönliche Einladung die ersten zwei Flüchtlinge aus dem Iran den Weg in die Gemeinde. Durch den niedrigschwelligen Gemeindeansatz, bei dem alle Menschen willkommen sind, fühlten sich die beiden schnell wohl in der Gemeinde. Nach kurzer Zeit kamen immer mehr Flüchtlinge in die Kirchgemeinde. Mehr als 120 Geflüchtete wurden inzwischen in der Luthergemeinde getauft, vor allem aus dem Iran und aus Afghanistan. Daneben fanden genauso viele Menschen ohne Migrationshintergrund den Weg in die Gemeinde und ließen sich taufen. Der Gemeindeansatz der Lutherkirchgemeinde beinhaltet, dass neben dem sonntäglichen Gottesdienst möglichst für alle Zielgruppen Angebote entwickelt werden. Im Jahr 2014 wurde in der Gemeinde zudem ein teamorientierter Ansatz entwickelt, der die stark gewachsene Gemeindearbeit weiter strukturieren half. Es gibt ein Team für die Gottesdienste, für Technik, für Kleingruppenarbeit, für Gemeindemusik, für Kinder, Jugendliche und Familien, für Mission, Diakonie und Seelsorge, für Bau, für Seminare und Mitarbeiterentwicklung, für Finanzen und es gibt die Herolde (Öffentlichkeitsarbeit) und die Wohltäter (Verpflegung und Reinigung). Die Teams werden zumeist ehrenamtlich geleitet.
Durch den niedrigschwelligen Gemeindeansatz wurden auch die Flüchtlinge herzlich willkommen geheißen. Die Gemeindeleitung hat schnell durch zusätzliche Angebote (Sprachkurse, internationaler Gebetskreis und Bibelkreis, diakonische Angebote) auf die Veränderung der Gemeindestruktur reagiert. Die Kirchgemeinde hat sich umgehend um den Sitz des Kirchlichen Beauftragten für Flüchtlingsarbeit in der Region Zwickau bemüht. Die kirchlichen Mittel hierfür wurden vom Förderverein der Lutherkirchgemeinde durch zusätzliche Mittel zu einer auskömmlichen Anstellung aufgestockt.

Alle Gottesdienste werden zehn Tage vorher in kleinen Teams gemeinsam mit dem Verkündiger vorbereitet. Donnerstags vor dem Gottesdienst geht die vollständige Predigt zur Übersetzung an ein Farsi-sprechendes Gemeindeglied. Die Predigt wird mündlich auf Farsi eingesprochen und im Vorfeld auf die Handys der Flüchtlinge verschickt. Zudem werden alle Bibeltexte und Texte in Farsi auf großen Monitoren in der Kirche eingeblendet. Der Predigttext wird am darauffolgenden Donnerstag im internationalen Bibelkreis (ca. 35-40 Personen) nochmals intensiv behandelt. Seit 2014 sitzt in der Kirchgemeindevertretung der Lutherkirchgemeinde ein iranisches Mitglied. Auch nach den Kirchenvorstandswahlen 2020 hat ein Gemeindeglied mit Migrationshintergrund Sitz und Stimme in der Gemeindeleitung.

Zudem gibt es einen persischen Hauskreis für Männer und einen Kreis für Frauen. Innerhalb der Gemeinde geschieht viel ehrenamtliche Unterstützung für Flüchtlinge, koordiniert durch den kirchlichen Beauftragten für Flüchtlingsarbeit. Die Kirchgemeinde betreibt die Kleiderkammer der Stadt Zwickau. Regelmäßig werden internationale Glaubenskurse angeboten für Menschen, die getauft werden wollen.

Als weiterer Ansatz folgte im Jahr 2017 der Start eines Stadtteil- und Begegnungszentrums in den Räumlichkeiten des Gemeindezentrums. Verantwortlich für den „lebens.raum“ ist der Trägerverein Sozialarbeit der Lutherkirchgemeinde Zwickau e.V. Inzwischen arbeiten sieben Personen verteilt auf 3,5 VzÄ im Sozialprojekt und bieten den Menschen des Stadtteils einen Anlaufpunkt für ihre Anliegen, es gibt ein gesundes Frühstück oder Mittagessen und Kinder können Begleitung im Lernen erhalten. Es gibt Nähkreise, Angebote für Eltern mit Krabbelkindern, …

Seit 2017 finanziert die Gemeinde aus Spendenmitteln die 100-Prozent-Anstellung eines Gemeindereferenten.

Wir staunen immer wieder, wie viele kleine und große Wunder wir durch beharrliches Gebet, viel ehrenamtliches Engagement und Mut zum Umdenken und Umgestalten in den letzten neun Jahren erleben durften.

Weitere Informationen finden Sie auf www.luthergemeindezwickau.de

Andreas Körnich
Vorsitzender KGV Luther Zwickau

friedenswort.de: Kein Frieden ohne nachhaltige Entwicklung – Gesprächsimpuls III

Die beiden Evangelisch-Lutherischen Kirchenbezirke Dresdens haben im vergangenen Jahr ein Friedenswort veröffentlicht. Es ist unter www.friedenswort.de nachzulesen. Im November 2019 hat sich die Landessynode diesem Wort angeschlossen und es den Gemeinden zur Diskussion empfohlen. Im Gesprächsanstoß II geht es um eine grundlegende Frage evangelischer Friedensarbeit, die Frage nach der Gewalt und der Gewaltfreiheit. Gesprächsanstoß I (im Newsletter vom Juli) hatte die theologische Grundlegung zum Thema.

Im Friedenswort heißt es: „Wir sind überzeugt, dass Mittel ziviler Konfliktbewältigung nachhaltig ein friedliches Miteinander ermöglichen und militärische Mittel grundsätzlich nicht geeignet sind, einen dauerhaften Frieden zu sichern.“
Wie stehen wir zur Gewaltfreiheit und den Möglichkeiten ziviler Konfliktbewältigung? Folgen wir der EKD-Synode, die sagt, dass das Leitbild des gerechten Friedens die Gewaltfreiheit an die erste Stelle stellt oder meinen wir, dass es in Konflikten von Staaten zunächst ein militärisches Eingreifen braucht, bevor Aufbauhilfe und zivile Friedensdienste geleistet werden können? Welche Beispiele aus der Geschichte sind für uns handlungsleitend?

Das Friedenswort fordert, dass Mittel und Strategien ziviler Konfliktbewältigung finanziell und gesellschaftlich besser unterstützt werden.
2 % des Bruttoinlandsproduktes für die Verteidigung, wie es vor Jahren innerhalb der NATO festgelegt wurde oder 2 % des Bruttoinlandsproduktes für entwicklungspolitische Maßnahmen und die Bekämpfung von Gewaltursachen, wie es die EKD-Synode 2019 gefordert hat?

Hinter der Frage nach der Gewalt steht die Frage nach der Sicherheit. „Sicherheit neu denken“ heißt eine Kampagne der badischen Landeskirche (www.sicherheitneudenken.de).
Woher nehmen wir unsere Sicherheit? Durch Stärkung des Militärs und Verstärkung von Grenzen oder gibt es Möglichkeiten, ohne Abschreckung auszukommen und Kooperation und Gewaltprävention in den Mittelpunkt staatlicher Sicherheitspolitik zu stellen?

Immer wieder verhindern diplomatische Bemühungen die Eskalation oder den Ausbruch von gewaltsamen Konflikten in der Welt. Das ist eine wichtige Aufgabe von Außenpolitik. Dazu gibt es die Leitlinien der Bundesregierung „Krisen verhindern, Konflikte bewältigen, Frieden fördern“
Wie können diese diplomatischen Aktivitäten unterstützt werden? Welche guten Beispiele sind dafür bekannt?

Wäre das ein Thema für einen Gesprächsabend während der Friedensdekade?

Michael Zimmermann
Beauftragter für Friedens- und Versöhnungsarbeit der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens

 

Erster Ökumenischer Thementag in Stollberg

In Zukunft möchte der Ökumenische Weg in jedem Jahr zum Buß- und Bettag in einer anderen Stadt Sachsens einen Ökumenischen Thementag anbieten. In diesem Jahr werden wir am 18. November in Stollberg zu Gast sein und wir werden gemeinsam mit den Stollberger Gemeinden den Tag gestalten. Wir beginnen um 10.00 Uhr mit einem Ökumenischen Gottesdienst in der St.-Jakobikirche am Markt. Im Anschluss ist Zeit für Begegnung und einen kleinen Imbiss. In vier Workshops geht es danach um religiöse und kulturelle Toleranz, Gewaltfreiheit, die Chancen einer „anders wachsen“-Gemeinde und die Gestaltungsmöglichkeiten eines gesellschaftlichen Wandels. Den Abschluss bildet ein Referat der neuen Umweltbeauftragten der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens Anne-Kristin Römpke zum Thema „Umkehr zum Handeln – kirchliche Umweltarbeit und wie uns die Umweltpsychologie bei den ersten Schritten helfen kann“.

Mehr Informationen gibt es unter: www.oekumenischerweg.de

40 Jahre Friedensdekade

Seit 40 Jahren eint die Ökumenische Friedensdekade Christinnen und Christen aus vielen Konfessionen im gemeinsamen Gebet für den Frieden. Diese Gebete waren Wegbegleiter der Friedensbewegung in der DDR bis hin zur friedlichen Revolution im Herbst 1989. In den Jahren danach haben sie das Bewusstsein für das Engagement für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung wachgehalten. In einer Welt, in der immer wieder neu Konflikte und Kriege ausbrechen, ist der Einsatz und das Gebet für den Frieden wichtiger denn je.
In diesem Jahr lautet das Motto „Umkehr zum Frieden“. Der zentrale Abschlussgottesdienst findet am 18. Nov. 2020 ab 18.00 Uhr in der Kreuzkirche Dresden statt.

Mehr Informationen finden Sie unter: www.friedensdekade.de

Papst Franziskus bringt mit „Fratelli Tutti“ eine dritte Enzyklika heraus

Am Sonntag, dem 4. Oktober 2020, wurde im Vatikan das neue Lehrschreiben von Papst Franziskus veröffentlicht. In der Enzyclika „Fratelli Tutti“ stellt der Papst die Geschwisterlichkeit aller Menschen in den Mittelpunkt. Laut Franziskus können wir eine friedliche Welt schaffen, die sozial und ökologisch gerecht ist, aber nur, wenn wir „alle geschwisterlich und solidarisch zusammenarbeiten“.
In einer Einordnung der Papstschrift von Sandra Lassak und Markus Büker steht geschrieben:
„Papst Franziskus sieht die Notwendigkeit, dass Kirche sich politisch einmischt und Stellung bezieht. Die Kirche respektiere zwar die Autonomie der Politik, so Franziskus, beschränke aber ihre eigene Mission nicht auf den privaten Bereich: „Im Gegenteil, sie kann und darf beim Aufbau einer besseren Welt nicht abseits stehen…. Es stimmt, dass religiöse Amtsträger keine Parteipolitik betreiben sollten, die den Laien zusteht, aber sie können auch nicht auf die politische Dimension der Existenz verzichten, die eine ständige Aufmerksamkeit für das Gemeinwohl und die Sorge um eine ganzheitliche menschliche Entwicklung umfasst. Die Kirche hat eine ‚öffentliche Rolle, die sich … in den Dienst der Förderung des Menschen und der weltweiten Geschwisterlichkeit‘ stellt“ (FT 276). Es liegt im tiefsten Wesen der Kirche parteiliche Option für die Armen zu ergreifen.“

Die Enzyklika in ihrer deutschen Fassung findet sich hier: www.vatican.va

#Friedenforfuture – Fachtag Friedensbildung

Der dritte Fachtag Friedensbildung Mitteldeutschland, der vom 6.-7. November in halle (Saale) stattfindet, beschäftigt sich damit, wie die Themen Klima und Frieden zusammen gedacht und in Bildungsarbeit und zivilgesellschaftliches Engagement eingebracht werden können.
Impulsvorträge und 8 Workshops bieten eine Gelegenheit sich mit den Fragen: Was verbindet das Engagement für Frieden mit jenem für Klimagerechtigkeit? Wie können etablierte und neue Akteur*innen der Zivilgesellschaft zusammen an diesen Fragen arbeiten? In welchen Formaten und Methoden können die Themen Klima und Frieden aktiv in (außer-)schulische Bildungsarbeit eingebracht werden?
Der Fachtag richtet sich an Praktiker*innen der Bildungsarbeit, pädagogische Fachkräfte, Aktivist*innen, zukünftige Multiplikator*innen und alle Interessierten.

Mehr Informationen und die Möglichkeit sich anzumelden finden sich hier:  www.friedensbildung-mitteldeutschland.de

erlassjahr.de: “Klimagerechtigkeit braucht Entschuldung”

Mit der Kampagne “Klimagerechtigkeit braucht Entschuldung” will das Bündnis Erlassjahr.de eine zentrale Forderung in die Öffentlichkeit und an die politischen Entscheidungsträger*innen bringen: Klimakatastrophen dürfen nicht zu Schuldenkrisen führen! Zu diesem Zweck werden bereits seit dem 25.09.2020, dem Tag des Globalen Klimastreiks, verstärkt Inhalte zum Thema Schulden und Klima in den Sozialen Medien gepostet. Bei der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank in der Woche vom bis 12. zum 18. Oktober 2020 soll die Kampagne ihren Höhepunkt erreichen. Wenn sich die Mächtigen virtuell zur Beratung über globale Finanzregeln treffen, sollen durch Aktionen in den Sozialen Medien die Forderungen der Kampagne an sie herantragen und sie so zum Handeln bewegt werden.

Zentraler Aktionstag ist der 13.10., der Internationale Tag der Katastrophenvorbeugung. Enden wird die Kampagne am 10.12.2020, dem 5. Jahrestag des Pariser Klimaabkommens.

Auf der Webseite www.erlassjahr.de wird erläutert, wie die Kampagne unterstützt werden kann. Zudem gibt es die Poster zur Kampagne zum Bestellen oder selbst Ausdrucken.


CO²-Fußabdruck und Klimagerechtigkeit – Von der Idee zur Praxis

Am 19. November 2020 bietet die Klima-Kollekte zusammen mit der Akademie der Versicherer im Raum der Kirchen von 11:00 bis 16:00 Uhr eine Schulung für MultiplikatorInnen in Kassel an.
In der Schulung „CO2-Fußabdruck und Klimagerechtigkeit – Von der Idee zur Praxis“ wird MultiplikatorInnen angeboten, sich umfassend zum Bereich CO2-Fußabdruck und Klimagerechtigkeit zu informieren und Wissen zu erlangen, um es in ihren Organisationen oder Kirchen weiter zu vermitteln.
Die Veranstaltung richtet sich an Mitarbeitende kirchlicher Organisationen, VertreterInnen kirchennaher Institutionen (z. B. Banken, Versicherungen), MultiplikatorInnen aus den Landeskirchen und Diözesen, der Caritas und Diakonie und findet in Kooperation mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) statt.
Eine Anmeldung ist bis zum 30. Oktober möglich.

Weitere Informationen gibt es unter: www.klima-kollekte.de und www.kirchen-fuer-klimagerechtigkeit.de

Aktionswoche Inklusion

Der „Runde Tisches Inklusion“ lädt vom 1. bis zum 11. Nov. zur digitalen Aktionswoche „Mehr als 7 Tage Inklusion“ ein.
Verschiedenste Akteure geben Erfahrungen und Wissen zum inklusiveren Arbeiten in kirchlichen Zusammenhängen weiter und freuen sich auf gemeinsame Gespräche und Horizonterweiterungen.

Weitere Informationen sind hier zu finden: www.diakonie-sachsen.de

Dialogprojekt wird neu aufgelegt

Das bundesweite Dialogprojekt „Weißt du wer ich bin?“, das sich für ein friedliches Zusammenleben und interreligiöse Begegnungsräume einsetzt, wird für die Jahre 2020 bis 2022 neu aufgelegt und geht damit in die vierte Runde. Gefördert werden können z.B. Bildungsangebote (Integrationskurse, Bildungsangebote für Frauen) oder interreligiöse Dialogangebote (Feste, Besuche von Gotteshäusern etc.). Eine übersicht über die geförderten Projekte der vergangenen Förderperioden vermittet einen Eindruck über die Möglichkeiten.

Weitere Informationen gibt es unter: www.weisstduwerichbin.de

Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie – Mitdenken erwünscht!

Im Mai wurde das Jahrzehnt der Nachhaltigkeit eröffnet. Am 30. September wurde die Dialogfassung der Aktualisierung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie vom Staatssekretärsausschuss für nachhaltige Entwicklung beschlossen. Seit dem 1. Oktober bis zum 31. Oktober 2020 läuft nun eine Online-Konsultation. Diese bietet die Möglichkeit, eigene Ideen zur Umsetzung der Globalen Nachhaltigkeitsziele in die öffentliche Diskussion einzubringen. Die neue nationale Strategie soll dann im ersten Halbjahr 2021 beschlossen werden.

Die Dialogfassung kann hier eingesehen und downgeloadet werden: www.bundesregierung.de

Zukunftspreis für Energie, Klima, Umwelt in Sachsen

Das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klima, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) hat erstmals den eku-Zukunftspreis für Energie, Klima, Umwelt in Sachsen ausgelobt und möchte damit das wahrzunehmende lokale und regionale bürgerschaftliche Engagement in diesen Themen würdigen. Gesucht werden in den zwei Modulen „eku-idee“ und „eku-innovativ“ ökologisch wirksame, umsetzbare Projekte mit sozialer und/oder gesellschaftlicher Wirkung (Vorbild, Motivation, Bildung, lokale/regionale Vernetzung). Projektideen sollten möglichst im Jahr 2021 umgesetzt werden, Kinder/Jugendliche unter 18 Jahren einbinden und auf internationale und/oder europäische Klimaschutz-, Biodiversitäts- und Nachhaltigkeitsziele Bezug nehmen. Eine Bewerbung ist bis zum 31. Oktober möglich.

Mehr Informationen zu dem Preis: www.eku.sachsen.de

Ökumenischer Prozess „Umkehr zum Leben“ – Ausbildung für Multiplikatoren – Es sind noch Plätze frei!

Nachhaltigkeit, Transformation und Umkehr in christlichen Gemeinschaften neu denken und direkt in Aktion bringen: Das ist das Ziel eines neuen Programms für Multiplikator/innen, das im Februar an der Evangelischen Akademie in Wittenberg startet und weitere ökumenische Lernorte einbezieht. Über das Jahr können sich dabei 16 Interessierte zum „Christlichen Change Manager“ weiterbilden.

Bis Ende Oktober können sich alle interessierten Christ/innen ab 18 Jahren bewerben, die in ihrem christlichen Umfeld etwas verändern möchten.

Mehr Informationen zu dem Schulungsangebot finden Sie unter: www.umkehr-zum-leben.de

Material für die Gemeindearbeit

Gemeinden können ARD-Dokumentation „Wir schicken ein Schiff“ kostenlos vorführen

Der Film porträtiert das Engagement der evangelischen Kirche und ihres Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm, ein zusätzliches ziviles Rettungsschiff zu schicken, um dem Sterben im Mittelmeer ein Ende zu setzen. Diese Initiative ist verknüpft mit der Forderung an die Europäische Union die staatliche Seenotrettung im Mittelmeer wieder aufzunehmen.
Die EKD hat nun die notwendigen Rechte eingeholt, um die Vorführung in Kirchengemeinden in nicht-kommerziellen Rahmen vom 1. Oktober 2020 bis zum 31.3. 2021 zu ermöglichen.

Genauere informationen finden Sie unter: www.ekd.de

Handreichung für kirchliche Jugendarbeit

Der kirchliche Kompensationsfond Klimakollekte hat eine umfangreiche Methodensammlung herausgebracht und bietet Tipps für GruppenleiterInnen und Ideen für Projekttage. damit will er in der kirchlichen Bildungsarbeit Impulse für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu den Themen Klimawandel, Klimaschutz und Klimagerechtigkeit geben.

Das Material kann hier heruntergeladen werden: www.klima-kollekte.de

Gemeinden können ARD-Dokumentation „Wir schicken ein Schiff“ kostenlos vorführen

Der Just People-Kurs stellt sich mit euch den großen globalen Fragen unserer Zeit! Was kann es sein –  das gute und gerechte Leben in unserer vernetzten und zur Höchstleistung angetriebenen Welt? Was hat unser Glaube mit Schöpfungsbewahrung zu tun? Was ist mein persönlicher Auftrag und welche Rolle spielen eigentlich unsere christlichen Gemeinschaften und Kirchen?
Die Micha-Initiative hat ihr Kursmaterial völlig überarbeitet und bietet 8 Kurseinheiten, 30 Methoden, 20 Challenges für deinen Alltag, Tipps für Songs & Worship, Vertiefungsfragen und noch weiteres Material in der Just People-Cloud.

Eine Einheit zum Probelesen und die Möglichkeit der Vorbestellung gibt es hier: www.micha-initiative.de

Termine im September/Oktober 2020

  • 13. Okt. 2020 ab 18.00 Uhr – Wiedervereinigung Deutsch – Was der Osten eingebracht hat – im Haus der Kirche in Dresden
  • 15. Okt. 2020 ab 18.00 Uhr – Konfession und Wohlfahrt im Nationalsozialismus – Vortrag  im Haus der Kirche in Dresden
  • 16. Okt. 2020 ab 19.00 Uhr – Wie sind wir in Zukunft unterwegs? – Talk im Café Dreikönig im Haus der Kirche in Dresden
  • 17. Okt. 2020 ab 17.00 Uhr – WER BEHINDERT MICH? – Armutsgefährdung durch Behinderung – in der EHS in Dresden
  • 20. Okt. 2020 ab 13.00 Uhr – Partnerschaften stärken – Begegnungsarbeit unter den Bedingungen der Corona-Pandemie – IBP-Videokonferenz
  • 22. Okt. 2020 ab 19.00 Uhr – Liberal, sozial, ökologisch – Vision oder Quadratur des Kreises? – Referat in der Stadtbibliothek Leipzig
  • 25. Okt. 2020 – Herz statt Hetze – Friedensgebet, Mahnwachen, Demonstrationen in Dresden
  • 2. Nov. 2020 ab 15.00 Uhr – Meine Rechte – Meine Stimme – Online-Veranstaltung
  • 3. Nov. 2020 ab 15.00 Uhr – Gemeinsam unterwegs – junge Menschen auf dem Weg zu einem barrierefreien Miteinander – Online-Veranstaltung
  • 4. Nov. 2020 ab 15.30 Uhr – Hauptfach: Mensch – Schulentwicklung inklusive – Online-Veranstaltung
  • 4. Nov. 2020 ab 19.30 Uhr –„Bewahrung der Schöpfung“ – Veranstaltungsreihe zu den Themen des konziliaren Prozesses –  Themenabend in Neugersdorf
  • 6. Nov. 2020 ab 9.00 Uhr – Gartentherapie – Einführung in Theorie und Praxis im Bildungsgut Schmochtitz
  • 6. Nov. 2020 ab 14.00 Uhr – »Erfolgreich exkludieren« Weshalb Inklusion als anstrengend empfunden wird – Online-Veranstaltung
  • 6. Nov. 2020 ab 18.00 Uhr – Gebet zur Bewahrung der Schöpfung – in der Öko-Kirche Deutzen
  • 6. – 7. Nov. 2020 – Klima & Frieden – Fachtag Friedensbildung Mitteldeutschland in Halle
  • 7. Nov. 2020 ab 9.00 Uhr – Jetzt an morgen denken – Nachhaltigkeit, was ist das überhaupt? – GemeindeWerkstatt in Zwickau
  • 9. Nov. 2020 ab 15.00 Uhr – »Inklusion als Gemeindeentwicklung – Offene und einladende Kirchgemeinde sein« – Online-Veranstaltung
  • 11. Nov. 2020 ab 15.00 Uhr – Kann Kunst Berge versetzen? Das inklusive Kunstprojekt »Farbtupfer – Kunst verbindet« – Online-Veranstaltung
  • 18. Nov. 2020 ab 10.00 Uhr – Ökumenischer Thementag in Stollberg
  • 18. Nov. 2020 ab 18 Uhr – Zentraler Ökumenischer Gottesdienst zur Friedensdekade der ACK in der Kreuzkirche in Dresden

Mehr Informationen zu den genannten Veranstaltungen finden Sie auf unserer Webseite unter: https://www.oekumenischerweg.de/veranstaltungen/